Poolbauer Aquawerk Köln – die Frage nach Pool oder Schwimmteich

Interview für m2 des Kölner Stadtanzeigers

Wasser im eigenen Garten

Ob Pool oder Schwimmteich – immer mehr Gartenbesitzer erfüllen sich den Traum vom eigenen kühlen Nass.

Für seine Sommerresidenz Sanssouci wünschte sich König Friedrich II. Mitte des 18. Jahrhunderts einen Springbrunnen mit einer Fontäne von mindestens 30 Metern Höhe. Das Vorhaben wurde 1780 allerdings aus technischen Gründen aufgegeben. Seither hat sich vieles geändert. Eines ist aber gleichgeblieben: Wasserflächen durch einen Pool oder Schwimmteich im Garten sind ein Traum vieler Gartenbesitzer. Ein Teich verleiht dem Garten eine gemütliche, natürliche Atmosphäre. Ein eigener Pool bedeutet Erfrischung an heißen Tagen und gilt als luxuriöses Extra für einen gepflegten Garten.

 

Verschiedene Poolarten

Im Sommer fragen sich viele Gartenbesitzer, ob sich in ihrem Garten ein Teich oder sogar ein Pool realisieren lässt. Ob ein Teich, ein Pool, oder ein Schwimmteich das Richtige ist, kommt auf den persönlichen Geschmack und natürlich auf den Garten selbst an. Ein naturnaher Gartenteich mit einem gewissen Ufer und viel Raum für verschiedene Pflanzen passt gut zu einem natürlichen, wilderen Garten. Er bietet Raum für Wasserpflanzen und heimische Tiere. Einen englischen Garten mit klaren Strukturen und Linien ergänzt ein formaler Zierteich ideal. Durch seine viereckige Form lässt er sich auch in kleinen Gärten gut integrieren.

 

Genügend Licht

Wenn die Entscheidung für einen bestimmten Stil gefallen ist, geht es an die Umsetzung. „Ein Teich kann an allen Orten auf dem Grundstück angelegt werden“, sagt Uwe Dziomba, Geschäftsführer der Firma UD Schwimmteichbau. Zu beachten ist allerdings der Abwurf von Laub und Nadeln nebenstehender Bäume, die den Reinigungsaufwand erhöhen könnten. Ideal ist es, wenn der Teich im Sommer fünf bis sechs Stunden Sonne abbekommt. So haben die Pflanzen genügend Licht. Leitungen oder Rohre in direkter Nähe des Teiches sind zu vermeiden. Wichtig: Wer kleine Kinder hat, sollte den Teich in jedem Fall absichern.

 

Folie oder Plastik

Teichbesitzer haben die Wahl zwischen einem Fertigteich mit Kunststoffwanne, also einem Plastikeinsatz, den man in den Boden einlässt, und einem Folienteich. Bei letzterem wird die ausgehobene Grube mit Folie ausgekleidet. Hier dauert der Bau etwas länger, der Teich und sein Uferverlauf lassen sich aber flexibler gestalten. Auch ein kleinerer Teich sollte mindestens 70 Zentimeter tief sein und unterschiedlich tiefe Wasserzonen enthalten. So können sich verschiedene Pflanzen optimal entfalten. Dabei ist es empfehlenswert, die Bepflanzung nicht zu dicht zu gestalten und rund ein Drittel der Wasseroberfläche frei zu lassen. Wer in seinem Teich Fische ansiedeln möchte, sollte mindestens eine Tiefe von 80 Zentimetern wählen.

 

Richtige Pflege

Einen Teich kann man selbst installieren oder von einem Dienstleiter anlegen lassen. „Die Kosten für einen Gartenteich, abhängig von der Größe, können zwischen 5000 und 8000 Euro liegen“, sagt Dziomba. Ist der Teich angelegt, muss er weiterhin gepflegt werden. Als Faustregel gilt: Je größer der Teich, desto geringer ist meist der Pflegeaufwand. Das ökologische Gleichgewicht stellt sich hier leichter ein als bei kleinen Wasserflächen. Etwa ein bis zwei Stunden pro Woche können Gartenbesitzer je nach Teichgröße für die Pflege des Gewässers einplanen.

 

Teure Extras

Wer einen Schwimmteich bevorzugt, sollte etwas mehr Zeit und höhere Kosten für den Bau einkalkulieren. Ein Schwimmteich ist ein Traum vieler Gartenbesitzer: Er vereint Schwimmvergnügen an heißen Tagen mit einem Gewässer, das sich natürlich an den Garten anpasst und auch außerhalb der Badesaison einen Augenschmaus bietet. Es versteht sich, dass man für einen Schwimmteich recht viel Platz braucht: 30 Quadratmeter baumfreie Fläche sollten es mindestens sein.

 

Wie sieht es mit den Kosten aus? „Ein Schwimmteich kann je nach Größe, Form und den persönlichen Wünschen zwischen 15000 und 60000 Euro kosten“, schätzt Dziomba. Es kommt darauf an, ob es sich um eine simple Bauweise oder eine hochwertige Anlage mit Holzarbeiten wie einem Steg, Terrasse und Sonnendeck oder Extras wie Unterwasserscheinwerfer, Einstiegstreppe oder Pflasterarbeiten handelt. Pro Quadratmeter Wasserfläche sind mit 300 bis 400 Euro zu rechnen.

 

Regelmäßig reinigen

Ein Schwimmteich muss im Frühling gründlich gereinigt werden. Denn im Gegensatz zu Pools findet hier eine stärkere Sedimentation von organischen Stoffen auf dem Bodengrund statt. Während der Sommermonate sind zwei bis drei Reinigungen erforderlich, im Herbst stehen der Ausbau der Pumptechnik und die Entlüftung der Zuleitungen an.

Wenn es im Winter friert, brauchen die Pflanzen gegebenenfalls etwas Pflege. Wer in seinem Garten schwimmen möchte, aber eine unkomplizierte Lösung sucht und auf den natürlichen Look nicht unbedingt Wert legt, kann sich für einen Pool entscheiden. Im Gegensatz zum Teich ist die Unterhaltung eines Pools etwas weniger aufwendig. Da die Bepflanzung fehlt, steht zudem mehr Schwimmfläche zur Verfügung.

 

Pool-Alternativen

Am günstigsten sind aufstellbare Pools aus dem Baumarkt. Diese sogenannten Quick-up-Pools können schnell aufgebaut werden, haben allerdings keine lange Haltbarkeit und müssen, ähnlich wie ein Planschbecken für Kinder, meist jedes Mal neu befüllt werden. Die nächst

 

teureren, aber auch stabileren, Modelle sind Stahlwandbecken. Sie erlauben nur runde Poolformen und können sowohl aufgestellt als auch in den Boden eingelassen werden. Etwas mehr kosten glasfaserverstärkte Kunststoffbecken. Ablauf und Düse sind hier direkt eingebaut, sie sind in jeder Form und Größe erhältlich. Hier ist allerding ein größerer Aufwand für Lieferung und Aufstellung notwendig. Die teuerste, aber auch beständigste Lösung ist ein Betonpool. Form, Tiefe, Größe und Ausstattung sind frei wählbar.

Ein Swimmingpool mit heller Poolfolie, einer Einstiegstreppe und einer Holzeinfassung

Aquawerk Pool

Qualität kostet

„Ein Kunde, der einen kleinen aber funktionstüchtigen Pool möchte und sich um Haltbarkeit und Bauweise keine Sorgen machen will, muss für den Einstieg mit 15000 bis 25000 Euro rechnen“, sagt Jan P. Giffel, Geschäftsführer von Aquawerk in Hürth. Für einen größeren Pool mit besonderen Ausstattungsmerkmalen wie Lichtern unter Wasser oder einer besonderen Treppenanlage müssten Gartenbesitzer deutlich tiefer in die Tasche greifen. „Bei diesen Ausführungen kann man von 45000 bis 80000 Euro ausgehen“, schätzt der Experte.

 

 

Wasser-Pumpen

Zur Poolpflege werden in festinstallierten Modellen Poolpumpen eingebaut, die das Wasser reinigen und wieder zurückspeisen. „Die Poolpflege ist abhängig von der Intensität der Nutzung, den Umwelteinflüssen sowie der jeweiligen Filter- und Pumpenanlage“, sagt Giffel. Mit einer guten Pumpenanlage müssten Poolbesitzer während der Saison im Durchschnitt zweimal im Monat 20 Minuten investieren. Ein Pool kann an fast jedem Standort im Garten installiert werden. Ein ebener Boden ist Voraussetzung. Zudem sollten keine Bäume in direkter Nähe stehen. Empfehlenswert ist es ebenfalls eine Stelle mit höherer Sonneneinstrahlung zu wählen, um sie im fertigen Pool auch genießen zu können.

 

Dieser Artikel wurde verfasst von Valerie Herberg- Erschienen am 08./09. Juli 2017 – Nr. 141 – Kölner Stadt Anzeiger – Beilage M2 – Poolbauer Aquawerk Köln

Valerie Herberg